Kleidung

Tuch und Zwirn

 

Die Kleidung bestand hauptsächlich aus Leinen und Schafswolle. Baumwolle wurde während der Kreuzzüge aus dem Orient importiert.
Seide und Samt war der Oberschicht vorbehalten.

Sowohl für Frauen als auch für Männer gab es Unter-, Ober- und Übergewänder.

kDie Untergewänder wurden zum Schutz
der Obergewänder vor Schweiß und 
sicherlich auch als zusätzlicher Kälteschutz verwendet. Der Stoff hierfür war eher dünn.

Das Untergewand der Frau ging bis zum Knöchel, das des Mannes bis über den Oberschenkel und war bei beiden mit
langen, engen Ärmeln ausgestattet.

Bei den Obergewändern gab es bis ca.
1230 die so genannten Tütenärmel, danach wurden enge Ärmel modern. Die Kleider wurden faltenreicher, was durch Einsetzen von Geren erreicht wurde, die teilweise
bis zur Brust gingen. 

Außerdem waren die Gewänder hochgeschlossen und mit einem Schlitz zum Durchstecken des Kopfes versehen,
bei den Männern gab es auch die
Möglichkeit eines Stehkragens. Zum Verschließen wurden z.B. Fibeln oder
Knöpfe verwendet.

Übergewand: Über dem eigentlichen Kleid (Obergewand) konnte noch ein weiteres Kleid oder ein Umhang getragen werden. Beim Mann waren die  Übergewänder seitlich oder vorn und hinten geschlitzt. Die Frauensurcots (sur cote = über Kleid) waren dafür länger, ähnlich des Obergewandes. Meist waren diese Gewänder ärmellos oder mit geschlitzten Ärmeln versehen.

Kopfbedeckung: Diese diente zum Schutz bei "Wind und Wetter",
Staub und Schmutz.   
Ein Schapel (ohne Schleier) trugen unverheiratete Frauen. Schleier, Gebende und
Haube für die verheiratete Frau forderte die Kirche. Zum Befestigen wurden
Haarnadel genommen. Der Mann konnte eine Bundhaube, Gugel (diese nutzten
Frauen eher auf Reisen), Filz- oder andere Hüte tragen. 

Die Gewandung und die Kopfbedeckung zeigten, zu welchem Stand jemand gehörte.


Was die Farbenpracht angeht, so eiferte das einfache Volk dem Adel, so gut es ging, nach. Die teuren, kräftigen Farben konnte sich nur die Oberschicht leisten, Farben
wie Weidblau und Krapprot waren für jeden erschwinglich. Grün war ebenfalls teuer,
da hier Blau mit Gelb überfärbt wurde. Alles in allem kann man nicht von einem "dunklen" sondern eher von einem bunten Mittelalter sprechen.

 

Ernährung