Körperpflege

Sauberkeit und Reinlichkeit

PflegeIm Mittelalter nahm die Körperpflege einen hohen Stellenwert ein. In den Badestuben wusch der Bader oder die Bademagd die Kunden, schnitt die Haare, rasierte und gab Massagen.
Auch medizinische Behandlungen führte der Bader durch.

Es gab Badestuben für "Betuchtere", aber auch öffentliche, die sich jeder leisten konnte. Adelige badeten täglich in ihrem eigenen Zuber.
Doch auch wer sich kein tägliches Bad
leisten konnte, achtete sehr auf Reinlichkeit.    

Das Wasser holte man z.B. aus nahe gelegenen Brunnen und erwärmte es über dem Feuer.
Als Badezusätze wurden Kräuter
verwendet. Die Wirkstoffe Saponin und ätherische Öle reinigen und
desinfizieren. Die Krüge, die man auf  entsprechenden Gemälden sieht, enthalten in Wasser aufgelöste Seife.     

Zahnpflege: Zum Entfernen der Speisereste benutzte man Zahnstocher und  reinigte
die Zähne mit einem Lappen (vermutlich mit Zusatz).
Auch wurden  aromatische Kräuter und Hölzer zur Mundhygiene gekaut.

Übrigens: Bereits bei den Germanen wurde der Körper in warmen oder kalten Bädern mit Seife gereinigt und anschließend mit Lanolin (Wollfett von  Schafen) gepflegt. Lästige Körperhaare wurde auch schon zu dieser Zeit mit  einer Pinzette entfernt und Geräte zur Nagelpflege und Ohrlöffel waren ebenfalls bereits vorhanden.
Den Germanen haben wir auch die Erfindung der Seife und der Haarbürste zu verdanken.

 

Kleidung